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Feliz Navidad!!!!

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Feliz Navidad!!!!
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!!!Neue Fotos von Valparaíso!!!

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Tiefgründiges Late-night-posting

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Ich komme gerade von einem Treffen meines Rotary Clubs wieder und uns wurde gesagt, dass wir am Donnerstag erfahren werden, wer unsere zweite Gastfamilie sein wird. Alles Betteln hat also nichts genützt, denn uns wurde wieder einmal gesagt, dass wir absolut keine Chance haben, nicht zu wechseln. Der Gastfamilienwechsel wird so ablaufen, dass wir wahrscheinlich am 26. oder 27. Dezember ein asado (chilenischer Grillabend) machen und mit unseren Koffern mit unserer jetzigen Gastfamilie dahin fahren und anschließend mit der anderen Familie „nach Hause“ fahren. Ich habe schon fast angefangen zu weinen, als sie uns das nur erzählt haben, ich will gar nicht wissen, wie viel ich an diesem Tag weinen werde. Als mir dann auch noch von meiner Counselorin gesagt wurde, dass meine Gastmutter jedes Mal wenn sie mit ihr telefoniert fragt:“ Kann Gianna nicht hier bleiben? Bitte tauscht sie nicht aus! Lasst sie mir hier.“ musste ich echt blinzeln um nicht zu weinen. Viele von euch können sich das Gefühl, das ich gerade empfinde bestimmt nicht nachvollziehen, zumal ich ja in der gleichen Stadt bleibe, aber stellt euch vor, ihr kommt in ein Land, in dem ihr niemanden kennt, ihr habt hier niemanden und eure Familie und alle Freunde sind in Deutschland (oder wo immer ihr auch herkommt) und bis auf eine Person (in meinem Fall ,da ich ja nur mit meiner Gastmutter alleine lebe) seid ihr quasi auf euch allein gestellt. In vier Monaten begleitet euch diese eine Person durch alle neuen Erfahrungen in eurem Gastland, der erste Schultag, die neue Sprache, vlt. Probleme mit Freunden usw. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wichtig euch auf einmal eine anfangs fremde Person werden kann, besonders wenn man eine so liebe Gastmama hat wie ich.

Ihr könnt euch jetzt vielleicht denken, wie erschrocken ich war, als ich gerade auf meinem Bett saß und das erste Mal realisiert habe, dass mir hier vlt. noch 18 oder 19 Tage bleiben. Weniger als 3 Wochen. Eigentlich ca. 2 1/2. Die ganze Zeit habe ich immer gedacht, dass ich noch so viel Zeit vor dem Wechsel habe und ZACK! Die Zeit ist fast um. Ich habe mich daran erinnert, dass ich in Deutschland 2 1/2 Wochen vor dem Abflug nach Chile unglaubliche Zweifel und Angst hatte und ungefähr so fühle ich mich jetzt wieder. Ich habe Angst davor, mit der neuen Familie vlt. nicht so gut zu recht zu kommen wie hier und ich habe Angst, den Kontakt zu meiner Gastmama zu verlieren. Aber wie meine Mama (Deutschland) schon gesagt hat: das kann ich wenigstens mitentscheiden.

Entdeckungstour durch San Antonio

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Halli Hallo!

Vor ein paar Wochen habe ich mich mit einer Klassenkameradin, Janina (Janny), zum Joggen verabredet. Ich bin zwar kein großer Fan von Sport, aber da ich mich bis dahin noch nie mit jemandem aus meiner Klasse ausserhalb der Schule getroffen hatte, dachte ich, ich schlage einfach irgendetwas vor und das erste was mir eingefallen ist war joggen. Naja, dass stimmt eigentlich nicht ganz, denn eigentlich habe ich das vorgeschlagen, um keine Lügnerin zu sein. Das ganze hat nämlich damit angefangen, dass wir vier Austauschschüler in San Antonio ein Treffen des Rotary Clubs hatten. Wir saßen dann also alle da, als unser YEO uns fragt, was wir denn hier für Sport in Chile machen und alle drei fingen natürlich sofort davon an zu erzählen, dass sie Klettern gehen und zum Zumba und was weiß ich nicht… Und dann wurde ich gefragt. Natürlich. Was mache ich denn für einen Sport? Ob Denksport wohl zählt?! Wohl eher nicht. Also war das erste was mir eingefallen ist natürlich joggen. Ich muss das ganze wohl irgendwie ziemlich glaubwürdig verkauft haben, jedenfalls hat keiner was dazu gesagt. Am Abend habe ich dann zu meiner Gastmutter gesagt:“ Wenn dich irgendjemand fragen sollte, ich gehe STÄNDIG mit meinen Freunden joggen.“ Damit sie für mich lügt musste ich ihr dann einen Completo ausgeben (chilenischer Hotdog).

Jedenfalls war ich vor ein paar Wochen dann dass erste Mal mit Janny joggen. Sie kennt sich wirklich gut in der ganzen Stadt aus und kennt überall irgendjemanden. Wirklich viel gerannt sind wir aber nicht, was einfach daran liegt, dass die Strassen hier extrem steil sind und man schon total kaputt ist, wenn man sie ganz normal hochläuft. Janny hat mir fast die ganze Stadt gezeigt und wir sind unglaublich viel gelaufen.

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( unter der Kategorie San Antonio bei den Fotos findet ihr noch ein paar andere)

Heute haben wir uns nochmal getroffen und sind vom Stadtzentrum bis nach Llolleo gelaufen.

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Wir haben uns dann Eis gekauft, ich hatte eine Kugel Schoko und eine Kugel Dulce de Leche (und es ist suuuuper lecker) und sind bis zur Plaza de Llolleo gelaufen und von da aus zu einer anderen Plaza. Von da aus konnte man schon das Meer sehen und da ich noch nie an diesem Teil des Strandes war und der ziemlich nah an meinem Haus ist (vlt. 10 Min. zu Fuß) wollte ich mal dahin gehen. Janny hatte eigentlich auch keine Ahnung wie wir dahin kommen, aber wir haben es geschafft ohne jemanden fragen zu müssen und ohne uns zu verlaufen (worüber ich ziemlich erstaunt bin, da der Strand ziemlich abgeschottet hinter einem Park liegt, den keiner mehr besucht). Der Strand war bis auf zwei Personen menschenleer obwohl heute super Wetter war mit Sonnenschein und es war schon ziemlich warm. Ausserdem waren dort kaum Steine, wie an dem Strand in Santo Domingo, wo alle Touristen und auch Einwohner hingehen. Hier sind ein paar Fotos, die anderen füge ich ebenfalls bei den Fotos über San Antonio hinzu.

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Gerade haben wir (meine Gastmama, ihre Kollegin und ich) beim Mittagessen gesessen und haben darüber geredet, dass ich ja im Dezember die Gastfamilie wechseln muss. Wie aber viele schon wissen, würde ich am liebsten in meiner jetzigen Gastfamilie bleiben, da ich mich super wohl fühle. Meine Gastmama hat auch schon bei Rotary gefragt, ob es nicht möglich ist, dass ich nicht wechseln muss, woraufhin uns aber gesagt wurde, dass das nicht möglich sei. Jedenfalls hat meine Gastmama gerade einen Satz gesagt, den sie zwar wohl eher beim Scherzen miteingebracht hat, ich fand ihn aber trotzdem total schön. „Du musst zwar das Stadtviertel wechseln, aber du wechselst nicht deine Familie.“ Ich glaube, an den Satz werde ich mich noch lange erinnern.

Patagonien Teil 1

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Patagonien Teil 1

Buen día!

Ursprünglich wollte ich über meine Patagonienreise in einem langen Artikel schreiben, da ich aber feststelle, dass das zu viel wird und ich ausserdem seit fast nem Monat schon wieder zurück bin und immer noch nichts gepostet habe, werde ich den Artikel in zwei Teile unterteilen. Das hier ist der erste in dem es hauptsächlich um die ersten zwei Tage in Punta Arenas geht und mal gucken, wann ich es schaffe, den zweiten zu schreiben. 😀

Ich bin Sonntagnacht (2.11.) von meiner Reise ans Ende der Welt zurück gekommen und ich kann sagen, dass Patagonien wirklich wunderschön war. Meine Shorts und kurzärmeligen T-Shirts sind wie erwartet im Koffer geblieben und ich habe mir teilweise gewünscht, ich hätte Arktis-erprobte Kleidung mitgenommen. Nein, das war nur ein Scherz. Es war zwar WIRKLICH kalt und die kurzen Sachen habe ich WIRKLICH nicht getragen, aber mit der Kleidung die ich mitgenommen habe-und die, die mir geliehen wurde- habe ich Frostbeulen zum Glück gerade noch vermeiden können. Was aber kein Scherz war, war die Zahl an Fotos. Erinnert ihr euch, dass ich im letzten Post geschrieben habe, dass ich mit tausenden von Fotos wiederkommen werde? Genau genommen  sind es 1.586. Zum Glück – mehr oder weniger, weil das für mich auch gleichzeitig mehr Arbeit bedeutet- muss ich daraus noch etliche aussortieren, die entweder unscharf sind oder deren Motive gefühlte hundert Mal vorkommen.

Jetzt will ich euch aber auch mal erzählen, was wir so gemacht und gesehen haben.

Am Montagmorgen beginnt alles damit, dass 40 völlig übermüdete, zombiegleiche, aber trotzdem aufgeregte Austauschschüler ins Flugzeug mit dem Ziel Punta Arenas steigen. Der Flug hat ca. 3 Stunden gedauert, obwohl ich nicht viel damit mitbekommen habe, da ich die Zeit mit Musik hören und schlafen verbracht habe. Kurz vor der Ankunft gab der Pilot per Durchsage durch, dass wir uns gerade über dem Nationalpark Torres del Paine befänden, was nicht nur uns Austauschschüler sondern auch viele andere Passagiere dazu brachte, sich aus ihren Sitzen zu lehnen und irgendwie mit den komischsten Verrenkungen einen kurzen Blick durchs Fenster ihrer Sitznachbarn zu erhaschen. Da es aber fast komplett bewölkt war, war alles was man sehen konnte die dunklen Umrisse der Berge. Ein paar Minuten später wurden wir von den Luftlöchern erstmal ganz schön durchgeschüttelt. Dann sahen wir aber schon Punta Arenas und ne ganze Menge Wasser unter uns und als unser Sitznachbar nach anfänglich mürrischen Blicken meine und die Aufregung meiner Sitznachbarin – eine Austauschschülerin aus den USA- bemerkte, erklärte er uns, dass wir gerade über die Magellanstraße flögen und der Pilot das Flugzeug jetzt nur noch um 180 Grad drehen müsse, bevor wir landen würden. Vom Flughafen aus brachte uns der wirklich überaus freundliche Busfahrer Carlos, der uns während der nächsten Tage auch in den Nationalpark begleiten sollte, mit unserem Reiseleiter Alejandro zum Hotel. Alejandro war wirklich der beste Reiseleiter überhaupt. Egal um wie viel Uhr wir morgens aus dem Bett mussten- ob 6, 7, oder 8 Uhr- und egal wie eisig kalt das Wetter war, irgendwie war er immer voller Elan und hat es immer geschafft uns zu motivieren.

Die ersten zwei Tage sind wir in Punta Arenas geblieben und haben die Stadt ein bisschen besser kennengelernt. Der Stil der Häuser und so wirkt für mich wie eine Mischung aus skandinavischer Gemütlichkeit, stürmischem Nordseewetter und ein Hauch von Alaska- ich muss dazu sagen dass ich noch nie in Skandinavien oder Alaska war, aber so stelle ich es mir zumindest vor.

Wir haben uns die Stadt von einem Aussichtspunkt aus angeguckt, da man von dort besser die bunten Dächer bewundern kann. Mir ist schon früh aufgefallen, dass die Chilenen anscheinend auf bunte Häuser stehen, da das eine Möglichkeit ist, die Häuser, die man in Deutschland wahrscheinlich für eine Gartenhäuschen in einer Schrebergartenanlage halten würde, aufzuhübschen. Die Farben sind manchmal aber ein bisschen fragwürdig.

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Natürlich haben wir auch den Platz von Punta Arenas besucht (mir fällt jetzt grade beim schreiben erst mal auf, wie komisch sich das auf deutsch anhört. Plaza de Punta Arenas klingt irgendwie harmonischer). Um den Platz herum stehen kleine Holzwagen die zu Verkaufsständen umgebaut werden können. Es werden viele Wollprodukte wie Pullover, Jacken, Handschuhe und Mützen verkauft, viele davon sind aus Alpakawolle. Ansonsten natürlich die üblichen Souvenirs wie Schlüsselanhänger, Flaschenöffner, Magnete…usw.

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In der Mitte des Platzes steht eine riesige Statue mit Indianern und Soldaten. Dabei fällt auf, dass der Fuß des einen Indianers erstaunlich Gold/kupferfarben ist,während der Rest der Statue schwarz ist. Bevor ich nach Punta Arenas geflogen bin, hat mir eine Frau, mit der ich morgens zur Schule fahre und die schon in Punta Arenas gelebt hat, erzählt, dass man sagt, dass diejenigen, die den Fuß des Indianers küssen, nach Punta Arenas zurückkehren werden. Gott sei Dank hat sie mir aber auch erzählt, dass einige Bewohner aus Punta Arenas, meist betrunken nach einer Carrete (chilenisch für Fiesta), sich einen Spaß daraus machen und auf den Zeh pinkeln, weshalb ich ihn lieber nicht küssen sollte. Es ist also bei einem Gruppenfoto vor dem Indianer geblieben.

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In kleinen Gruppen konnten wir mit ausgeliehenen Mountainbikes die Stadt alleine erkunden (ja, es war freiwillig und JA!!! ICH HABE SPORT GEMACHT!!!). Wir (vier Deutsche, eine Kanadierin und ein Holländer) sind bis ganz nach oben gefahren. Irgendwie sind alle Städte hier in Chile, die ich bisher gesehen habe an Hügeln gebaut. Wir waren danach zwar alle total müde und fertig aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht.

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Mit Hanna (Mitte) bin ich hinterher noch weiter am Strand gefahren, bis ich später fast zusammengebrochen bin (zu meiner Verteidigung: wir hatten starken Gegenwind auf dem Rückweg! 😀 )

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Am zweiten Tag in Punta Arenas sind wir zu einem Ort gefahren, der „Fuerte Bulnes“ heißt. Es ist ein Stützpunkt, den der Präsident Manuel Bulnes 1843 errichten ließ, um seine Macht in Patagonien und über die Magellanstrasse zu sichern. Während der Führung wurde uns erzählt, dass die Region für die Menschen allerdings äußerst lebensfeindlich ist, da der Stützpunkt 1. auf einem Felsen errichtet wurde, von dem aus man fast einen Rundumblick über die Magellanstrasse hat, jedoch wächst auf Stein natürlich nichts. Ausserdem war der Südwind eiskalt, da der ja vom Südpol kommt. An dem Tag an dem wir da waren, kam der Wind von Norden, es war also der warme Wind, aber wir haben trotzdem alle gezittert vor Kälte. Um zu überleben, haben die Siedler Kleidung und Metall gegen Nahrung mit den Ureinwohnern getauscht.

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Fuerte Bulnes

Das war’s dann auch erstmal. Der zweite Teil kommt in den nächsten Tagen nach (wenn ich das schaffe, weil ich in der nächsten Woche in 4 Tagen 5 Arbeiten schreibe und ausserdem übers Wochenende noch ne Analyse für Lenguaje (Spanisch) schreiben muss, aber ich geb mein Bestes, versprochen!!!)

 

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Neue Erkenntnis: todmüde spreche ich am besten Spanisch. Hat irgendjemand vielleicht ne Erklärung dafür?