RSS-Feed

Bienvenida a Chile!

Veröffentlicht am
Bienvenida a Chile!

Nachtrag vom 23. und 24.08.2014
Hola a todos!
Ich schreibe heute das erste Mal aus Chile!!! Jetzt schon mal Entschuldigung dafür, dass dies hier ein sehr langer Beitrag wird, ich hoffe ihr lest es trotzdem.
Der Tag meines Abflugs hat leider sofort mit einem Abschied begonnen, denn an dem Tag war für Manu das erste Rotary Treffen mit allen Inbounds im Distrikt 1900 angesagt und das fing schon ziemlich früh an. Sie konnte mich also leider nicht mit zum Flughafen begleiten, dafür sind aber zwei meiner besten Freundinnen mitgekommen. Zum Abschied hab ich von Manu noch nen Brief bekommen, den ich aber erst im Flugzeug öffnen durfte. Vielen Dank dafür, Manu, ich hätte fast angefangen zu weinen 😥
Meine Cousine und mein Onkel waren auch noch mal da, sodass ich mich auch von ihnen für ein Jahr verabschieden konnte.
Ich musste morgens ausserdem meinen Koffer nochmal fast komplett auspacken und neu packen, da ich zwar zwei Gepäckstücke mitnehmen durfte, die durften aber zusammen nur 23kg wiegen und glaubt mir, für ein Jahr ist das extrem wenig! Allein die Gastgeschenke und Buttons für die anderen Outbounds haben schon knappe 8kg gewogen und dazu kommen dann nochmal 3kg Leergewicht des Koffers. Übrig blieben also nicht mehr als 12kg, ich musste am Flughafen später übrigens auch nochmal Sachen auspacken, da ich immer noch 2 1/2kg Übergepäck hatte, sodass einige der eigentlich dringend benötigten Winterpullover zu Hause bleiben mussten, und dass, obwohl es hier gerade noch Winter ist.
Mit gepacktem Koffer, einem Reiserucksack, meinem Handgepäck und natürlich meinem Rotary Blazer, haben wir uns dann auf den Weg nach Frankfurt a.M. gemacht, wo ich mich dann mit den anderen Outbounds aus ganz Deutschland getroffen habe.
Wir hatten noch ein wenig Zeit vor dem Abflug und haben dann noch nen Kaffee getrunken.
Dann stand aber auch schon der Abschied von meiner Mama, Oma und meinen Freunden bevor und das war wirklich nicht einfach. Ich musste fast weinen, konnte mich aber noch zusammenreißen. Auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle hab ich mich die ganze Zeit gefragt, was ich da überhaupt mache, besonders, da ich in den letzten Tagen und Wochen vor meinem Flug große Zweifel hatte, ob ich wirklich das Richtige tue. Sobald die Familie aber außer Sicht war und ich durch die Sicherheitskontrolle gegangen war, ist dieses Gefühl verschwunden.
Bevor wir ins Flugzeug gestiegen sind, hab ich dieses Foto gemacht:
IMG_7047

Der Flug nach Madrid war relativ schnell und wir mussten zwar das Flugzeug verlassen, konnten aber nach ca. 20 Min. wieder in das Gleiche einsteigen. Der Flug nach Santiago de Chile war da schon was anderes, denn wir sind ca.16 Stunden geflogen. Für mich, deren längster Flug ne Stunde nach London war, war das zwar zunächst sehr aufregend, dann aber auch schnell langweilig.

Kurz vorm Landen hingen wir dann alle an den Fenstern. Es war zwar noch dunkel, da wir so gegen 7 Uhr morgens gelandet sind und es in Chile noch Winter ist, also erst später hell wird, aber der Blick auf Santiago war einmalig und erst da wurde mir klar, wie riesengroß diese Stadt wirklich ist. Wir mussten dann alle noch durch die Passkontrolle, wo wir auch unsere Visumsunterlagen vorzeigen mussten und natürlich durch die Sicherheitskontrolle. Da sahen wir aber schon eine riesige Menge an Menschen mit Plakaten, die uns zuriefen, als sie sahen, dass wir die deutschen Austauschschüler waren.

Ich bin dann also total aufgeregt auf diese Menschenmasse zugegangen, immer nach einem bekannten Gesicht oder einem Plakat mit meinem Namen suchend, fand aber keines. Auch nach dreimaligem Hin- und Herlaufen war meine Gastfamilie nirgends zu sehen. Die riesige Vorfreude schlug dann auch ziemlich schnell in Angst um, da ich mir meine Ankunft in meiner Heimat auf Zeit so bestimmt nicht vorgestellt hatte. Nach 18 Stunden Flug und einem wahren Gefühlscocktail wollte ich eigentlich nur noch meine Gastfamilie kennenlernen und dann mein neues Zuhause erkunden. Um mich herum sah ich nur die anderen Austauschschüler, die ihre Gastfamilien schon gefunden hatten und mit Plakaten und Ballons und allem drum und dran empfangen wurden. Dann kam aber ein Rotarier auf mich zu, der mich fragte:“ Bist du Gianna?“ (Ich muss noch dazu sagen, dass hier niemand meinen Namen richtig aussprechen kann, also bin ich entweder Janna oder in der Schule werde ich von den Lehrern meistens Joanna genannt, aber daran habe ich mich in zwischen gewöhnt). Als ich dem Mann dann zustimmte, meinte er zu mir, dass er meine Gastfamilie gesehen habe und die mich bereits suchte. Ich hab dann also gespannt dort gewartet und dann sah ich auch schon jemanden mit einem grünen Plakat auf mich zukommen. Ein bekanntes Gesicht! Meine Gastmutter! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie überglücklich und erleichtert ich war! Hinter ihr kam dann noch eine Frau dazu, die beste Freundin meiner Gastmutter, bei der ich auch die ersten Tage gewohnt habe, da meine Gastmutter arbeiten musste und nicht wollte, dass ich den ganzen Tag alleine im Haus bin.

IMG_7620

Nach dem ersten Kennenlernen und unzähligen Fotos mit dem YEO und den anderen Austauschschülern in San Antonio, verließen wir also das Flughafengebäude und ich sah sofort den ersten chilenischen Straßenhund. Die sind hier wirklich überall, sind Menschen gegenüber aber erstaunlich freundlich, wie es scheint, sind sie aber keine großen Fans von Autos, da man immer wieder sieht, dass die Hunde versuchen, in sämtliche Teile des Autos zu beissen.

Das zweite was ich dann gesehen habe, waren die Anden! Ich war total sprachlos, da ich zwar wusste, dass Santiago in der Nähe der Anden liegt, aber ich wusste nicht, dass man einen so tollen Blick hat.

erster Schritt außerhalb des Flughafens in Santiago- erster Blick auf die Anden

erster Schritt außerhalb des Flughafens in Santiago- erster Blick auf die Anden

Die Anden sind in Chile einfach allgegenwärtig, genauso wie das Meer, wie ihr in den nächsten Posts und auch bei den Bildern feststellen werdet, aber genau deswegen war Chile mein erstes Wunschland- es ist so vielfältig und so wunderschön! Seitdem ich hier bin, habe ich meine Länderwahl kein einziges Mal bereut und ich glaube auch nicht, dass ich das jemals tuen werde.

So, das war jetzt erstmal alles zu meinem Abschied in Deutschland und meiner Ankunft hier in Chile.

Da ich im Moment ne Woche Ferien habe, da der Nationalfeiertag am 18.09. vor der Tür steht, und ich definitiv genug Material zum Schreiben habe, hoffe ich, dass ich bald schon wieder was posten kann.

Bis dahin: Saludos desde Chile y que estéis bien!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: